In sechs Schritten zum fertigen QR-Code

  1. Ziel festlegen: Was soll nach dem Scan passieren – Webseite öffnen, Kontakt speichern, WLAN verbinden, überweisen? Daraus folgt der QR-Typ.
  2. QR-Typ wählen: Oben in der Typ-Auswahl oder direkt über die Links in dieser Anleitung den passenden Generator öffnen.
  3. Daten eingeben: Die Vorschau aktualisiert sich bei jedem Tastendruck live. Bei Formularen mit Prüfungen (z. B. SEPA-IBAN) weist der Generator direkt auf Fehler hin.
  4. Gestalten: Farben, Punkte-Form, Ecken, Logo und Rahmen anpassen. Achten Sie auf Kontrast –Details siehe unten.
  5. Herunterladen: PNG für Bildschirme und einfache Drucke, SVG als Vektorformat für professionelle Druckereien und große Formate.
  6. Testen: Vor jeder Auflage mit mindestens zwei verschiedenen Smartphones scannen – die Kamera-App reicht völlig.

Alle QR-Typen im Überblick

Jeder Typ erzeugt einen standardisierten Inhalt, den Smartphones ohne App verstehen:

TypFormatWofür er geeignet ist
Webseite / URLhttps://…Der Allrounder: führt zu jeder Adresse – Speisekarte, Formular, Produktseite. Ideal für Flyer, Plakate und Verpackungen.
WLAN-GastzugangWIFI:T:WPA;S:…;P:…;;Speichert Netzname und Passwort im Standardformat: Gäste verbinden sich mit einem Scan statt Passwort zu tippen. Funktioniert mit Fritz!Box, Speedport und jedem Router.
Visitenkarte (vCard)BEGIN:VCARD…Überträgt den kompletten Kontakt in die Adressbuch-App des Smartphones – der Klassiker für Visitenkarten und Messeauftritte.
SEPA GiroCodeBCD… (EPC069-12)Der offizielle Überweisungs-QR-Code nach EPC-Standard: Empfänger, IBAN und Betrag werden von jeder Banking-App in Deutschland übernommen.
Termin / KalenderBEGIN:VEVENT…Legt Veranstaltungen direkt im Smartphone-Kalender ab – inklusive Erinnerung. Perfekt für Vereinsfeste, Elternabende und Messen.
Paket-AbstellortText-Hinweis für BotenSpezialisierter Textcode mit Empfänger, Ablageort und Dienstleistern (DHL, Hermes, Amazon, DPD) – der Bote liest ihn ohne App.
SMSsms:+49…?body=…Öffnet den SMS-Editor mit Empfänger und vorbereiteter Nachricht – Bestellanfragen am Tisch, auf Preisschildern oder Flyern.
WhatsApphttps://wa.me/…Startet direkt einen Chat über die wa.me-Adresse – für Beratung und Support ohne eigenen Nachrichtendienst.
Standort auf Kartehttps://google.com/maps/…Öffnet die Koordinaten in Google Maps – der zuverlässigste Wegweiser für Hauspartys, Hofeinfahrten und Veranstaltungsorte.
Telefonnummertel:+49…Ein Tap genügt: Der Code löst den Anruf aus – sinnvoll für Notdienste, Lieferdienste und Türschilder.
E-Mailmailto:…?subject=…Bereitet eine vollständige E-Mail vor (Empfänger, Betreff, Text) – ideal für Support- und Anfrageadressen.
FreitextBeliebiger TextSpeichert reinen Text: Zutatenlisten, Hinweise, WiFi-Pässe für Keller oder Ferienwohnung – offline lesbar.

Statische vs. dynamic QR-Codes

Der Generator erzeugt statische Codes: Der Inhalt steckt vollständig im Code selbst oder in der hinterlegten URL. Sie sind dauerhaft gültig, ohne Registrierung nutzbar und werden niemals abgeschaltet. Der Nachteil: Der Inhalt lässt sich nach dem Druck nicht mehr ändern.

Dynamische Codes speichern stattdessen eine Kurz-Adresse, auf der Sie das Ziel jederzeit ändern können – nötig für Tracking oder häufig wechselnde Ziele. Wenn Sie eine stabile Adresse (z. B. ihre-website.de/speisekarte) von Anfang an festlegen, brauchen Sie für die meisten Anwendungsfälle keinen dynamischen Code. Details dazu im Blog: Statische vs. dynamische QR-Codes.

Gestaltung: Farben, Logo und Rahmen

  • Kontrast ist Pflicht: Dunkle Module auf hellem Grund. Grau auf Creme scheitert bei vielen Kameras.
  • Markenfarben mit Bedacht: Starke Farben funktionieren, solange der Hintergrund deutlich heller bleibt. Der Generator warnt bei zu geringem Kontrast.
  • Logo bis 25 %: Logos im Zentrum sind möglich – bis etwa einem Viertel der Fläche und mit hoher Fehlerkorrektur (Stufe H), sonst wird der Code unlesbar.
  • Rahmen mit Aufforderung: Ein Rahmentext wie „Hier scannen“ erhöht die Scan-Rate deutlich, weil Gäste sofort wissen, wofür der Code gut ist.

Drucken & Platzieren: die Regeln

EinsatzortMindestgrößeBetrachtungsabstand
Visitenkarte, Tischkarte2,5 cmArmeslänge
Flyer, Aushang4 cm30–50 cm
Plakat, Fensterbeschriftungab 12 cm1–3 m
Fahrzeug, Außenschildab 15 cm3–5 m
  • Ruhezone: Der helle Rand um den Code darf nicht beschnitten oder mit Text gefüllt werden.
  • Matte Oberfläche: Glänzendes Laminat und Glasscheiben erzeugen Spiegelungen – der häufigste Grund für Fehlscans.
  • Handlungsaufforderung: Ohne Hinweistext sinkt die Nutzung erfahrungsgemäß drastisch. Formulieren Sie konkret: „Speisekarte öffnen“ statt „Mehr Infos“.

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

  • Zu kleine Codes: Unter 2,5 cm scheitern viele Geräte. Im Zweifel größer drucken.
  • Beschädigte Module: Falzstellen, Stempel oder Klebeband auf der Codefläche machen Codes unlesbar.
  • Zu lange Ziele-URLs: Sehr lange Adressen erzeugen dichte Codes, die schlechter scannen. Kurze URLs sind robuster.
  • Kein Test: Scannen Sie jeden gedruckten Code – mit der Kamera-App und einer zweiten App.

Die vollständige Diagnose-Liste finden Sie im Blog: 8 häufige Gründe, warum ein QR-Code nicht funktioniert.

Häufige Fragen zum Generator

Kostet die Nutzung etwas? Nein. Alle QR-Typen sind kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Laufzeitbegrenzung.

Werden meine Daten hochgeladen? Nein. Die Codes werden vollständig in Ihrem Browser berechnet – sensible Angaben wie WLAN-Passwörter oder IBANs verlassen Ihr Gerät nie.

Kann ich Codes kommerziell verwenden? Ja. QR-Codes sind eine offene Norm; es gibt keine Lizenzgebühren für die Nutzung der Codes selbst.

Funktionieren die Codes dauerhaft? Statische Codes verfallen nicht und benötigen keinen Server – vorausgesetzt, die hinterlegte Adresse bleibt erreichbar.