WLAN QR-Code für das Gästenetz
Ein Code auf dem Küchentisch, und der Besuch ist im Netz, ohne dass jemand ein zwanzigstelliges Passwort abtippt. Dieser Code ist das, was die Kamera liest: der WIFI-Standard, den iPhone und Android ohne Zusatz-App verstehen.
WLAN-Code erstellenNetzname und Passwort bleiben im Browser
RedaktionZuletzt geprüft: 29. Oktober 2026Redaktionelle Richtlinien
Kurz gesagt
Ein WLAN-Code enthält Netzname und Passwort im Klartext. Nehmen Sie deshalb den Gastzugang des Routers, nicht das Heimnetz: 3 cm Kantenlänge genügen am Tisch, und nach einem Passwortwechsel muss ein neuer Code gedruckt werden, weil sich ein statischer Code nicht ändern lässt.
Der Inhalt eines WLAN-Codes ist kein Geheimnis, er ist eine Textzeile: WIFI:T:WPA;S:Netzname;P:Passwort;H:false;; Netzname, Passwort und Verschlüsselungsart stehen offen darin, in Klartext. Deshalb ist die wichtigste Entscheidung nicht die Farbe des Codes, sondern die Frage, welches Passwort er preisgibt.
In einer Fritz!Box ist die Antwort der Gastzugang: eigenes Netz, eigenes Passwort, und Geräte im Gastnetz sehen die anderen Geräte im Haushalt nicht. Wer den Code später weitergeben will, ändert danach einfach das Gastpasswort und druckt einen neuen Code.
Fritz!Box: Gastzugang einschalten
In der Benutzeroberfläche der Fritz!Box liegt der Gastzugang unter WLAN und dann Gastzugang. Dort wird ein eigener Netzname und ein eigenes Passwort gesetzt, unabhängig vom Heimnetz. Erst wenn dieser Haken gesetzt ist, gibt es überhaupt ein Gastnetz, dessen Daten in den Code gehören.
Bei Speedport-Routern der Telekom heißt der Bereich WLAN und dort Gastzugang, bei der Vodafone Station entsprechend Gast-WLAN. Die Bezeichnung wechselt, das Prinzip nicht: eigenes Netz, eigenes Passwort, getrennt vom Hauptnetz.
- Passwort im Gastzugang setzen, nicht das Heimnetz-Passwort in den Code schreiben
- Netznamen ohne Umlaute und ohne Leerzeichen wählen, das vermeidet Tippfehler in der App
- Gastzugang mit Zeitlimit versehen, wenn er nur für einen Abend gedacht ist
WPA3: der Punkt, an dem viele Codes hängen
Das WIFI-Format stammt aus einer Zeit vor WPA3 und kennt für das Feld T nur die Werte WPA, WEP und der Sonderfall ohne Passwort. Es gibt schlicht kein Feld für WPA3.
Praktisch ist das selten ein Problem, weil die meisten Router auf WPA2 und WPA3 gemischt laufen und Geräte sich dann mit WPA2 verbinden. Steht der Router aber auf reinem WPA3, kann der Code scheitern, obwohl das Passwort stimmt. In dem Fall hilft es, für das Gastnetz WPA2 einzustellen, oder das Netz einmal manuell zu verbinden und zu prüfen, ob überhaupt ein Code nötig ist.
Zwei Frequenzbänder, ein Code oder zwei
Viele Router senden 2,4 GHz und 5 GHz mit demselben Netznamen und demselben Passwort. Dann reicht ein Code, weil der Inhalt für beide Bänder identisch ist. Das Band entscheidet das Gerät, nicht der Code.
Haben die Bänder unterschiedliche Namen wie MeinNetz und MeinNetz-5G, braucht jedes Band einen eigenen Code. Für Gäste ist das meist unnötig: 2,4 GHz reicht weiter durch Wände und ist für ein Telefon im Wohnzimmer die bessere Wahl.
Was der Code über die Sicherheit verrät
Das Passwort steht im Klartext im Muster. Wer den Code fotografiert, kann ihn zu Hause auslesen, auch ohne im Netz zu sein. Ein Foto auf einer Party ist damit dasselbe wie ein aufgeschriebenes Passwort.
Daraus folgen drei Regeln, die den Code nicht unsicher machen, aber den Umgang mit ihm: nur das Gastnetz, nie das Heimnetz; Passwortwechsel nach jeder Weitergabe; und kein Code auf einem Schild, das von der Straße lesbar ist. Wer das Gastpasswort monatlich neu setzt, muss allerdings auch den Code neu drucken, denn ein statischer Code lässt sich nicht nachträglich ändern.
Größe
| Leseabstand | Kantenlänge | Typische Stelle |
|---|---|---|
| 30 cm | 3 cm | Karte am Tresen, Zettel am Tisch |
| 1 m | 10 cm | Aushang im Flur, Gästetoilette |
| 3 m | 30 cm | Türschild, Schaufenster |
| 5 m | 50 cm | Plakat, MesseRahmen |
Fragen
Funktioniert der Code auf iPhone und Android gleichermaßen?
Ja, das WIFI-Format ist derselbe Standard auf beiden. Ab iOS 11 liest die Kamera den Code direkt im Sucher, bei Android ist die Erkennung in der Kamera-App oder in den WLAN-Einstellungen integriert. Eine Zusatz-App ist nicht nötig.
Kann ich den Code nachträglich ändern, wenn ich das Passwort wechsle?
Nein, ein statischer Code trägt den Inhalt im Muster. Nach einem Passwortwechsel muss ein neuer Code erzeugt und der alte ausgetauscht werden. Das ist der Preis dafür, dass kein Dienst dazwischenliegt, der abgeschaltet werden kann.
Was passiert bei einem versteckten Netz?
Der Code funktioniert weiterhin, das Feld H steht dann auf true. Allerdings muss der Netzname exakt passen, weil das Gerät nicht suchen kann. Ein Tippfehler im Netznamen fällt bei versteckten Netzen erst beim Verbindungsversuch auf.
Warum verbindet mein Telefon trotz richtigem Code nicht?
Meist steht der Router auf reinem WPA3, oder das Gerät ist zu alt für die Verschlüsselung. Zweithäufigste Ursache ist eine MAC-Filterung im Router, die auch mit richtigem Passwort blockiert.