QR-Generator Deutschland

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Digitaler Produktpass: was ab 2027 wirklich gilt

Der Digitale Produktpass wird in vielen Beiträgen so beschrieben, als wäre er ab 2025 für Textilien, Elektronik und Möbel Pflicht. Das ist nicht der Fall. Die Verordnung (EU) 2024/1781 ist seit dem 18. Juli 2024 in Kraft, schreibt aber für keine Produktgruppe von sich aus einen Pass vor.

Pflichten entstehen erst durch delegierte Rechtsakte je Produktgruppe. Der erste und bislang einzige verbindliche Termin betrifft Batterien.

URL-Code für den Produktpass erstellen

Im Einzelnen

Wann wird der Produktpass Pflicht?

Der Batteriepass ist der erste verbindliche Fall. Ab dem 18. Februar 2027 brauchen Batterien für leichte Verkehrsmittel, Industriebatterien über 2 kWh und Traktionsbatterien für Elektrofahrzeuge einen digitalen Pass, abrufbar über einen Datenträger auf der Batterie.

Für alle anderen Gruppen hängt das Datum am delegierten Rechtsakt, der noch nicht beschlossen ist. Der Arbeitsplan der Kommission nennt Eisen und Stahl, dann Textilien, Aluminium und Reifen, danach Möbel und Matratzen. Das sind Planungen, keine Fristen.

  • 18. Juli 2024: ESPR in Kraft, Rahmen ohne Produktpflicht
  • 20. Juli 2026: zentrales Register der EU in Betrieb
  • 18. August 2026: physisches Batterieetikett verpflichtend
  • 18. Februar 2027: QR-Code und Batteriepass verpflichtend
  • Ab 2027: delegierte Rechtsakte für weitere Gruppen, jeweils mit Übergangsfrist

Schreibt das Gesetz einen QR-Code vor?

Das Gesetz verlangt einen Datenträger, nicht ausdrücklich einen QR-Code. Welcher Träger zulässig ist, regelt der delegierte Rechtsakt je Produktgruppe. Für Batterien ist der QR-Code der vorgesehene Weg; in anderen Gruppen sind DataMatrix, NFC oder RFID im Gespräch.

Für die Praxis heißt das: Wer heute einen QR-Code auf das Typenschild setzt, ist für den wahrscheinlichen Fall vorbereitet, sollte aber die endgültige Festlegung der eigenen Produktgruppe abwarten.

Was gehört hinter den Code?

Ein Produktpass ist kein Datenblatt als PDF. Er ist ein strukturierter Datensatz mit einem dauerhaften Produktidentifikator, der über das Produkt, seine Materialien, seine Reparierbarkeit und seine Entsorgung Auskunft gibt und der maschinell lesbar bleibt.

Wer heute mit der Vorbereitung beginnt, sortiert Produktstammdaten: Materialzusammensetzung, Gewicht, Schadstoffe, Ersatzteile, Reparaturanleitungen. Der Code ist am Ende der kleinste Teil der Arbeit.

Typische Fälle

Hersteller von E-Bike-Akkus

Betroffen ab Februar 2027. Der Code sitzt auf dem Akkugehäuse und muss auch nach Jahren noch auf einen Datensatz zeigen, der die Zellchemie nennt.

Maschinenbauer mit Typenschild

Noch keine DPP-Pflicht, aber schon heute sinnvoll: Der Code führt zur Ersatzteilliste und zur Konformitätserklärung der konkreten Maschine.

Textil und Möbel

Beobachten statt handeln. Ohne delegierten Rechtsakt gibt es keine Pflicht, und ein Code auf jedem Etikett kostet Geld ohne rechtlichen Nutzen.

So entsteht der Code

  1. 01Produktgruppen im eigenen Sortiment auflisten und je Gruppe prüfen, ob ein delegierter Rechtsakt beschlossen oder angekündigt ist.
  2. 02Für Batterien ab 2 kWh: Datenmodell aufbauen und den dauerhaften Produktidentifikator festlegen, bevor über den Code entschieden wird.
  3. 03Zielseite so aufbauen, dass sie ohne Login und ohne App erreichbar ist und sich maschinell auslesen lässt.
  4. 04Datenträger auf dem Gehäuse platzieren: dauerhaft, kratzfest, mit Ruhezone, an einer Stelle, die beim Einbau nicht verdeckt wird.
  5. 05Erreichbarkeit über die Lebensdauer sicherstellen, nicht nur bis zum Ende der Garantie.

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URL-Code für den Produktpass erstellenQR-Codes auf Verpackungen

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Häufige Fragen zu diesem Fall

Ist der Digitale Produktpass ab 2025 Pflicht?

Nein. Die ESPR ist seit Juli 2024 in Kraft, verpflichtet aber ohne delegierten Rechtsakt zu nichts. Der erste verbindliche Pass ist der Batteriepass ab 18. Februar 2027.

Brauchen Textilien 2027 schon einen Produktpass?

Nach derzeitigem Stand nicht. Textilien stehen im Arbeitsplan, ein delegierter Rechtsakt mit Frist liegt nicht vor. Wer das Gegenteil liest, liest eine Planung als Gesetz.

Reicht ein QR-Code auf der Verpackung?

Für den Batteriepass ist der Datenträger am Produkt vorgesehen, nicht an der Umverpackung. Für andere Gruppen entscheidet der jeweilige Rechtsakt.

Hinweis

Diese Seite ordnet die genannten Vorschriften ein und verlinkt die Primärquellen. Sie ist keine Rechtsberatung. Ob eine Pflicht auf Ihren Fall zutrifft, hängt von Betriebsgröße, Produkt, Gebäude und Vertrag ab und gehört zu einer Anwältin, einem Anwalt oder einer zuständigen Behörde.

Quellen

  • Verordnung (EU) 2024/1781 (ESPR)
  • Verordnung (EU) 2023/1542 (Batterien), Artikel 77

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