Gäste-WLAN
Scannen Sie den QR-Code mit Ihrem Smartphone, um sich sofort mit dem Internet zu verbinden.
Die Anfrage klingt einfach: ein Code, mehrere Links. Technisch ist sie nicht lösbar, jedenfalls nicht so, wie sie gemeint ist. Ein QR-Code enthält eine Zeichenkette, und ein Scanner macht daraus genau eine Aktion.
Was funktioniert, ist eine Seite mit mehreren Links davor. Der Code zeigt auf diese Seite, und dort wählt der Leser. Ob das sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die Auswahl einen Zweck hat oder nur die Bequemlichkeit des Absenders.
Ein QR-Code speichert Text. Bei einem Link ist dieser Text eine Adresse, und das Scan-Ergebnis ist immer dieselbe Aktion: diese Adresse öffnen. Es gibt keinen QR-Code mit zwei Adressen, zwischen denen das Telefon wählt, und keinen mit einem Menü.
Deshalb ist jede Lösung für mehrere Links eine Zwischenseite. Entweder eine, die Sie selbst betreiben, oder eine bei einem Dienst, der Link-in-Bio-Seiten anbietet. Beides ist eine Seite, nur mit unterschiedlichem Besitzer.
Eine einfache Seite auf der eigenen Domain ist in einer Stunde gebaut und hat drei Vorteile: Sie gehört Ihnen, sie verschwindet nicht mit einem Abonnement, und sie erhebt keine Daten über die Klicks. Der Nachteil ist die Pflege, denn Links ändern sich und müssen von Hand nachgezogen werden.
Ein Link-in-Bio-Dienst ist in fünf Minuten eingerichtet und bietet Auswertungen. Der Preis ist die Abhängigkeit: Der Dienst sieht jeden Klick, kann sein Geschäftsmodell ändern oder den Betrieb einstellen, und der gedruckte Code zeigt dann auf eine Seite, die nicht mehr existiert. Bei einem Code auf einer Speisekarte oder einem Fahrzeug ist das ein reales Risiko, bei einem Instagram-Profil ein kleines.
Wenn ein physisches Objekt mehrere Bedürfnisse bedient. Ein Fahrzeug: Werkstatt, Notruf, Zulassung. Ein Messestand: Programm, Anfahrt, Kontakt. Ein Exponat: Ton, Text, Quelle. Hier ist die Auswahl ein Teil des Nutzens, und niemand käme auf die Idee, drei Codes nebeneinander zu drucken.
Und wenn sich das Ziel ändert, das Objekt aber bleibt. Eine Speisekarte hat montags andere Inhalte als samstags, ein Kursprogramm ändert sich jedes Halbjahr. Eine feste Seite mit aktuellen Links ist dann besser als ein gedruckter Link auf ein saisonales Ziel.
Wenn es nur ein Ziel gibt, das die Leute wirklich brauchen. Die meisten Linklisten sind länger als nötig, und jede zusätzliche Zeile senkt die Wahrscheinlichkeit, dass die erste angetippt wird. Ein Code auf einem Flyer, der direkt auf die Anmeldeseite führt, ist besser als derselbe Code, der auf eine Seite mit acht Möglichkeiten führt.
Auch bei Zeitdruck gewinnt der einzelne Link. An einer Kasse, an einer Tür, im Vorbeigehen braucht niemand eine Auswahl. Auswahl ist etwas für Leute, die Zeit haben, und die haben sie an diesen Orten nicht.
Die Seite muss auf dem Telefon in einer Sekunde erfassbar sein: ein Titel, der zum Objekt passt, darunter die Links als große Schaltflächen mit je einer Zeile Text. Kein Cookie-Banner, kein Video, kein Newsletter-Fenster. Wer nach zwei Sekunden nicht sieht, wohin er tippen soll, hat schon verloren.
Der Code selbst braucht 4 bis 5 Zentimeter auf einem Aufsteller und 10 Zentimeter auf einem Aushang. Beschriften Sie ihn mit dem, was dahinter liegt: „Alle Links zum Stand" oder „Programm, Anfahrt, Kontakt". Ein Code mit dem Wort „QR-Code" daneben ist ein ungeöffneter Umschlag.
Werkstatt, Notruf, Zulassung und Hinweis auf die eigene Seite. Ein Code an der Heckscheibe, drei Ziele auf einer Seite.
Programm, Anfahrt, Kontakt und der Kalenderlink. Wer vorbeigeht, findet alles an einer Stelle.
Die Karte, die Allergene und die Öffnungszeiten. Alle drei auf einer Seite, die sich wöchentlich ändern lässt.
Trainingszeiten, Beitrittsformular, Spendenlink. Ein Aushang, der über Jahre alles beantwortet.
Nein. Er enthält eine Adresse. Mehrere Ziele entstehen durch eine Seite dazwischen.
Nein. Eine Seite auf der eigenen Domain leistet dasselbe, gehört Ihnen und erhebt keine Klickdaten.
Der gedruckte Code zeigt ins Leere. Bei Codes auf Fahrzeugen, Schildern und Karten ist das ein Grund, die eigene Domain zu nehmen.
Drei, höchstens fünf. Jede weitere Zeile senkt die Wahrscheinlichkeit, dass das wichtigste Ziel angetippt wird.
Nur mit Auswertung, also über einen Dienst oder eine eigene Statistik. Ein statischer Code selbst zählt nichts.