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MECARD ist das ältere Kontaktformat im QR-Code. Es ist deutlich kürzer als vCard, kennt weniger Felder, und genau deshalb passt es auf Flächen, auf denen vCard zu dicht wird.
Wer nur Name, Nummer und E-Mail braucht, ist damit gut bedient. Wer Titel, Abteilung und Adresse braucht, nimmt vCard.
Eine Zeile der Form MECARD:N:Nachname,Vorname;ORG:Firma;TEL:Nummer;EMAIL:Adresse;; Die Felder sind durch Semikolon getrennt, und die Zeile endet mit zwei Semikola.
Die Maskierung ist hier der Knackpunkt: Enthält ein Wert selbst ein Semikolon, einen Doppelpunkt, ein Komma oder einen Backslash, muss dieses Zeichen mit einem Backslash davor geschrieben werden. Sonst endet das Feld an der falschen Stelle.
MECARD ist um etwa die Hälfte kürzer. Das klingt nach einem Detail, ist aber der Grund für seine Existenz: Auf einem 20-Millimeter-Feld auf einer Visitenkarte entscheidet die Datenmenge darüber, ob der Code lesbar bleibt.
vCard hat mehr Felder, ist besser spezifiziert und wird von praktisch jeder Adressbuch-App vollständig ausgewertet. Wenn Platz keine Rolle spielt, ist vCard die erste Wahl.
Auf kleinen Etiketten, auf Inventaraufklebern mit Kontakt für Rückfragen, auf Werkzeugkisten, auf Schlüsselanhängern. Überall, wo nur wenige Angaben gebraucht werden und die Fläche knapp ist.
Nicht geeignet für Firmenkarten mit Titel und Abteilung. Wer diese Angaben dort unterbringt, bekommt einen Code, der auf dem Kartenformat nicht mehr sauber zu scannen ist.
Auf einem Etikett von 20 Millimetern geht MECARD mit Name und Nummer, vCard an derselben Stelle wäre bereits grenzwertig. Auf der Visitenkarte sind 20 bis 25 Millimeter die Untergrenze.
Wie bei jedem Kontaktformat gilt: dunkel auf hell, vier Module Ruhezone, matt drucken. Ein glänzend laminiertes Etikett spiegelt bei schrägem Licht und lässt den Scan scheitern.
Ein Etikett mit Name und Nummer des Verantwortlichen. Wer ein Gerät findet, ruft an, statt eine Mail zu schreiben.
Kontakt für den Rückgabe-Fall. Wenige Felder, kleine Fläche, hoher Nutzen, wenn der Schlüssel verloren geht.
Auf Aushängen, auf denen nur die Durchwahl stehen soll. Alles Weitere ist auf der Fläche ohnehin nicht lesbar.
Meistens wegen eines nicht maskierten Sonderzeichens oder eines fehlenden doppelten Semikolons am Ende. Beides bricht die Struktur, und der Scanner zeigt dann nur Text an.
Die meisten Adressbuch-Apps erkennen es, aber nicht alle zeigen jedes Feld an. Für maximale Kompatibilität ist vCard die sichere Wahl.
Nur mit einem neuen Code. Der Inhalt ist im Muster eingebrannt, ein Formatwechsel verlangt einen neuen Druck.