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Ein GiroCode ist eine vorausgefüllte Überweisung in einem QR-Code. Der Kunde scannt, die Banking-App zeigt Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck, er bestätigt mit PIN oder Fingerabdruck. Abtippen entfällt, Zahlendreher entfallen.
Das Format ist kein deutscher Sonderweg, sondern eine Spezifikation des European Payments Council: EPC069-12. Sie legt Zeile für Zeile fest, was im Code stehen darf.
Der Inhalt ist eine Liste von Zeilen, jede Zeile ein Feld, in fester Reihenfolge. Die erste Zeile ist immer BCD, danach folgen Versionsnummer, Zeichensatz, Überweisungsart, optional die BIC, der Empfängername, die IBAN, der Betrag und der Verwendungszweck.
Der Betrag darf leer bleiben. Dann öffnet die App das Feld zum Ausfüllen, was bei Spenden und offenen Rechnungen gewollt ist. Ist er gefüllt, steht er in Euro mit Punkt als Dezimaltrenner.
Mit Betrag ist der Code eine Zahlungsaufforderung mit festem Ziel. Das ist für Rechnungen und Beiträge richtig, weil es Rückfragen vermeidet. Ohne Betrag ist er ein Zahlungsangebot, etwa für Spendenboxen oder Trinkgeld.
Ein Nachteil des festen Betrags: Bei Teilzahlung oder abweichendem Betrag muss der Nutzer das Feld in der App überschreiben. Das können nicht alle Banking-Apps gleich gut.
Die Sparkassen-App, VR Banking, Commerzbank, Deutsche Bank, N26, DKB, ING und die meisten anderen deutschen Banking-Apps erkennen das Format und füllen das Überweisungsformular vor. Ein Ausführen ohne Bestätigung findet nicht statt, der Nutzer behält die Kontrolle.
Was nicht geht: Der Code löst keine Lastschrift aus und ersetzt kein Mandat. Er ist eine Einzelüberweisung, mehr nicht.
Der GiroCode gehört neben den Zahlbetrag, nicht in die Fußzeile. Bei einem Leseabstand von 30 Zentimetern reichen 2,5 Zentimeter Kantenlänge, auf einem Aufsteller für den Tresen sollten es 4 Zentimeter sein.
Der Code muss dunkel auf hell stehen. Auf einer Rechnung mit farbigem Kopfbalken also nicht in den Balken legen, sondern in den weißen Bereich daneben. Ein Test mit zwei verschiedenen Banking-Apps vor dem Versand ist Pflicht, weil manche Apps strenger prüfen als andere.
Betrag und Verwendungszweck vorbelegt, der Kunde zahlt am Tag des Rechnungseingangs statt am Wochenende danach.
Der Code auf dem Anschreiben, mit Mitgliedsnummer im Verwendungszweck. Das erspart die halbe Beitragsverwaltung.
Betrag leer lassen, damit Spender selbst entscheiden. Auf Flyern und Plakaten mit 4 Zentimetern Kantenlänge.
Nein, er kommt vom European Payments Council und heißt offiziell EPC QR Code, Spezifikation EPC069-12. Er funktioniert im gesamten SEPA-Raum, deutsche Banking-Apps unterstützen ihn flächendeckend.
In den meisten Apps ja, das Feld ist editierbar. Bei festen Forderungen sollte man den Betrag trotzdem setzen, weil es Fehler vermeidet.
Nein. Er löst eine einzelne Überweisung aus. Für wiederkehrende Zahlungen bleibt das Lastschriftmandat der passende Weg.
Meistens wegen Zeilenreihenfolge oder Zeichensatz, seltener wegen der Druckgröße. Ein mit einer anderen App erzeugter Code lässt sich zum Gegenprüfen scannen.